#23 – Daniela Cavallo: Industrie unter Druck – Warum wir jetzt gemeinsam handeln müssen

Shownotes

Gerade haben sie auf dem hannoverschen Georgsplatz mit 15.000 Menschen für eine Neuausrichtung der Sozialreformen demonstriert, kurz darauf treffen sich VW-Betriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo und Vorsitzende der IGBCE, Michael Vassiliadis, zur Aufzeichnung der neuesten Folge des „IGBCE Kompass“ im Studio.

Die Liste der Themen ist lang: Gut eine Stunde diskutierten beide unter anderem über die falschen Schwerpunkte der Reformpolitik, die allein Kosten auf dem Rücken der Beschäftigten sparen, statt neue Wachstumsperspektiven für die Industrie ausloten will.

Weiterer Schwerpunkt ist die Lage der Autohersteller und ihrer Zulieferer. Die gesamte Wertschöpfungskette ist aktuell unter Stress. Die Antwort der Unternehmensleitungen ist zu oft: Stellenabbau, Kostensenkung, Verlagerung, Schließung. Das belastet immer häufiger auch das Verhältnis zwischen Management und Mitbestimmung.

„Kompass“-Gast Daniela Cavallo ist Betriebswirtin und seit 2021 Vorsitzende des Gesamt- und Konzernbetriebsrats der Volkswagen AG, sie vertritt die Interessen von mehr als einer halben Million Beschäftigten weltweit.

Transkript anzeigen

00:00:02: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge Kompass, dem Podcast der IGB CE.

00:00:07: Mit dem Vorsitzenden der IGBC Michael Vasiliades herzlich willkommen.

00:00:11: und wie jedes Mal haben wir auch heute wieder einen Gast dabei und wir freuen uns sehr dass heute Daniela Caballo bei uns ist seit fünf Jahren Gesamt- und Konzernbetriebsratsvorsitzende bei VW.

00:00:22: Herzlich Willkommen!

00:00:23: Ja vielen Dank für die Einladung.

00:00:25: Ja, ihr kommt ja beide gerade von einer großen Kundgebung.

00:00:29: Denn heute sind bundesweit ganz viele große Veranstaltungen des DGB ein Aktionstag zu den Reformplänen der Bundesregierung.

00:00:37: Da kommen wir nachher auch noch mal zu.

00:00:39: es waren ja bundesweitehundertfünfundsiebzigtausend Kolleginnen und Kollegen auf den Straßen.

00:00:43: das ist wirklich beachtlich.

00:00:45: vielleicht könnt ihr einfach mal bisschen schildern wie die Stimmung wahrgenommen habt heute hier in Hannover.

00:00:50: Daniela willst du beginnen?

00:00:53: Für mich war die Stimmung ganz toll, muss ich sagen.

00:00:56: Also einfach die Kolleginnen und Kollegen aus den unterschiedlichen Gewerkschaftenbranchen zu spüren wie wir da solidarisch zusammenstehen.

00:01:04: Wir sind zwar getrennt in den Tätigkeiten vielleicht, die wir so tagtäglich machen und in unseren Betrieben Aber am Ende wissen wir doch, dass wir als Gewerkschafterinnen und Gewerksamtern einfach diese verschiedenen schwierigen Situationen nur gemeinsam meistern können.

00:01:20: Und ich habe das total untereinander gespürt – so viele Fahnen von unterschiedlichen Gewerkschaften aber vereint in der Sache!

00:01:28: Man hat ja auch das Gefühl….

00:01:30: Das ist jetzt eigentlich auch wirklich mal an der Zeit war wieder auf die Straße zu gehen.

00:01:33: also seit Monaten kündigt die Bundesregierung an, so jetzt kommen Reformpakete.

00:01:38: Aber richtig kommt ja auch irgendwie nichts und das was durchsickert ist manchmal auch eher schwierig hat dass die Kolleginnen und Kollegen motiviert heute so zahlreich auf die Straße zu gehen Michael?

00:01:47: Das ist ein wichtiger Punkt den du ansprichst.

00:01:50: wenn es dann irgendwie eine bundesregierungsinitiative gewesen wird die man hätte vollständig greifen können wo man sagen könnte man ist dafür da dagegen mehr natürlich dagegen.

00:01:58: aber das war ja gar nicht so sondern immer so mit Beleidigung an die Arbeitnehmer garnierte Teilaspekte und vor der Sommerpause wurde es dann so ein bisschen sichtbarer als die Rentenkommission etc.

00:02:10: das vorgelegt hat.

00:02:11: Wir haben ja unsere Mitglieder befragt, was machen wir hier jeden Monat wie du weißt?

00:02:15: Und da war ein ganz klares Signal.

00:02:16: also erstens eine Ablehnung von all diesen Initiativen.

00:02:20: Das ist auch begründbar, das werden wir noch besprechen aber auch ne Empörung und einen Wunsch zusammen zu kommen und das zu zeigen.

00:02:30: Das war heute auch erkennbar, es sind Leute viele Stunden unterwegs gewesen damit sie hier in Hannover oder anderen Städten aktiv werden können.

00:02:39: Es war aber nicht so eine müde Stimmung und der Motor war früh heute Morgen sondern es war wirklich ein gutes Stimmung die aufmerksam war trotzdem solidarisch war die untereinander auch Diskussionen ausgelöst hat.

00:02:52: wie gesagt wir haben ja beide dort gesprochen das war eine hohe Aufmerksamkeit sondern wirklich auf dem Punkt.

00:03:01: Also da ist was, wo die Leute zusammenkommen wollen und sie sich wehren wollen und will auch sagen eigentlich warten die darauf das was Konstruktives passiert?

00:03:11: Und sind auch bis zum gewissen Tag wissen gerade auch ein bisschen verzweifelt dass es die ganze Zeit so hin und her und rauf und runter und das wirkliche Thema gar nicht angespielt wird.

00:03:22: Ich meine muss ja auch mal ganz klar sagen es ist ja auch Druck auf dem Kessel.

00:03:25: Also wenn man sich überlegt, dass jeden Monat fünfzehntausend Jobs insbesondere im Industriebereich wegfallen und das ja auch jetzt schon seit Monaten ist ja wirklich eigentlich an der Zeit jetzt was zu tun?

00:03:37: Was würdet ihr denn sagen?

00:03:38: wir kommen nachher nochmal auf die einzelnen Reformpakete.

00:03:41: aber was wäre denn aus eurer Sicht jetzt konkret zu tun damit man insbesondere den Verlust dieser Arbeitsplätze in der Industriebranche stoppen kann?

00:03:53: Michael wird zur Anhörung.

00:03:54: Also das eine ist, man muss es einfach ernst nehmen.

00:03:58: Das klingt jetzt schon ein bisschen allgemein aber wir beide kämpfen da glaube ich darum gehört zu werden.

00:04:04: auf der einen Seite treffen wir auch Personen in der Politik die sagen wie verstehen dass wir sehen das ist ganz furchtbar.

00:04:12: Aber es gibt kein follow-up.

00:04:14: also es gibt sozusagen keine idee sondern Man beobachtet das und man verweist dann auf die limitierten Möglichkeiten in der Politik usw.

00:04:24: Und es wird völlig unterschätzt, was für Deutschlands bedeutet wenn diese industriellen Arbeitsplätze wegfallen, die in der Regel gut bezahlt sind, die Tarifgebunden sind aber damit eben auch echte Nettozahler bei den Steuern.

00:04:43: Also ich glaube Deutschland unterschätzen das immer noch.

00:04:48: Politische Ratlosigkeit, weil wenn man auf der einen Seite nur den Blick auf die Staatsfinanzen.

00:04:54: Nur den Blick Auf ich sag mal die Kamera habe ich heute gesagt Walten lässt dann kommt man nicht daraus.

00:05:00: und übrigens Ich will nicht den Eindruck erwecken dass wir nur die Politik meinen.

00:05:06: Das gilt genauso für die Vorstände.

00:05:08: das kann Daniela mit Sicherheit noch besser ausschmücken als ich Wenn es auf die Autoindustrie.

00:05:13: aber da passiert jetzt auch nicht großartig was was uns nach vorne bringt.

00:05:18: Ja, also ich kann das total aufgreifen was Michael gerade gesagt hat.

00:05:22: Weil wenn man sich das allein bei Volkswagen anguckt wir sind ja weit über zweihundertfünfzigtausend Beschäftigte allein in Deutschland im Volkswagenkonzern Das sind die, die da direkt bei uns arbeiten.

00:05:35: Dann haben wir die ganze Infrastruktur drum herum mit den Zulieferer und Ingenieurs-Dienstleistern zum Beispiel, die ja auch an uns dranhängen.

00:05:44: Und dann zieht das noch weitere Kreise in die chemische Industrie hinein – in die Stahlindustrie hier hinein.

00:05:50: Wenn man sich die Regionen anguckt, dann hängen viele zum Beispiel die im Einzelhandel arbeiten, die im Handwerk arbeiten auch daran dass es gut bezahlte Arbeitsplätze gibt und das die Menschen ihr Geld ausgeben sich was leisten können.

00:06:06: Das heißt also oft wird ja sogar ganz chemisch.

00:06:10: ich lese ja auch Kommentare im Netz.

00:06:12: wenn dann so Dinge Nachrichten über Volkswagen stehen Dann wird auf ganz hemisch gesagt ja endlich die Vollstecker dabei Volkswagen hat sie jetzt auch mal erwischt.

00:06:21: Aber man bedenkt überhaupt gar nicht, dass erstens sich das natürlich unsere Kolleginnen und Kollegen über Jahrzehnte erkämpft haben.

00:06:28: Und immer wieder auf die Straße gegangen sind um an dem Punkt anzukommen.

00:06:33: aber was das eben für weitreichende Folgen hat wenn wirklich so ein Unternehmen wie Volkswagen in Straucheln kommt?

00:06:40: Das versuche ich in der Tat sowie Michael sagt auch immer wieder aus politischer Ebene anzubringen.

00:06:46: Und ich muss zugeben, ich hatte jetzt auch so eine Phase wo ich dann irgendwann auch gesagt habe.

00:06:50: Ich rede mit keinem Politiker mehr weil also es ist immer schön dass die mit mir auf ein Foto wollen und sagen sie sind solidarisch an unserer Seite aber es erwächst irgendwie gefühlt für uns nichts.

00:07:02: ja es gab Die Förderung der Elektromobilität, das möchte ich auch sagen.

00:07:07: Aber aus der Historie wissen wir ja auch, dass da einfach mal über Nacht abgeschafft wurde.

00:07:12: Dass das eine... aber das reicht ja bei Weitem nicht!

00:07:15: Wir werden ja sicherlich gleich nochmal auf die konkreten Themen kommen.

00:07:18: Nur was mir halt Sorge macht ist, wir haben so ne Stimmung in Deutschland, die so von Mutlosigkeit irgendwie geprägt ist und von so einem Runterreden des ganzen Standorts.

00:07:29: Ich bin letztens bei einem Termin gewesen, da habe ich so eine Kooperation erlebt mit Start-ups und Volkswagen.

00:07:37: Und mit Lieferanten!

00:07:38: Was für ein Know how in Deutschland steckt was wir für kluge Köpfe haben die wirklich etwas können.

00:07:46: Aber wir reden das im Moment so rundher, der Standort Deutschland ist zu teuer.

00:07:50: Wir sind im Wettbewerb nicht anschlussfähig.

00:07:53: Das stimmt alles überhaupt nicht!

00:07:55: Wir waren auch in der Vergangenheit teurer als andere Standorte – auch bei Volkswagen.

00:08:00: Aber was uns halt stark gemacht hat, ist genau dieser internationale Zusammenarbeit und eben die Tugenden, die wir hier haben in Deutschland.

00:08:09: Und ich finde auch die politische Ebene muss endlich begreifen Das runterreden und auch die Menschen zu beschimpfen, die hier im Land jeden Tag was leisten.

00:08:18: Dass das überhaupt keine gute Strategie ist um Zuversicht auszustrahlen.

00:08:23: Und vor allen Dingen will ich auch sagen wir sehen ja auch bei den Wahlen Was passiert dass leider Die menschen Den Glauben in die politik verlieren In die etablierten parteien und zunehmend sich dem populismus hinwenden und das ist am ende eine gefahr Für die gesamte demokratie aber übrigens auch für die wirtschaft Weil ich mir da sehr sicher bin, dass gerade diese Partei nicht dafür sorgen, dass wir hier in Deutschland wieder eine positive Zukunft gehen können.

00:08:50: Ich würde gleich im nächsten Schritt auf die konkreten Maßnahmen kommen, die vielleicht vom politischer oder staatlicher Seite möglich wären um insbesondere die Automobilindustrie aber auch Industriepolitik zu unterstützen.

00:09:02: Ich würde einmal kurz bei dem Aspekt weil du das gerade gesagt hast, dass wir bei diesem Thema Zulieferer bleiben.

00:09:10: Weil ja eigentlich schon es gibt ja einen großen Zusammenhang zwischen VW und der Chemiebranche.

00:09:15: Vielleicht Michael kannst du noch mal für unsere Zuschauerinnen erklären, wie genau eigentlich die Chemiebranche mit der Automobilbranche zusammenhängt.

00:09:27: Das ist eine

00:09:27: Verknüpfung.

00:09:28: Erstens nicht nur die Chemienbranche sondern ich will das nochmal deutlich sagen wenn man jetzt die ganze Autobranche nimmt in Deutschland die natürlich super erfolgreich war und ist und darauf hat sich das ganze industrielle Netz dass wir doch harten werden ja früher auch andere Industriele Kapazitäten, Lederindustrie, Schuhindustrie gibt es halt alle nicht mehr.

00:09:49: Weil die natürlich im Wettbewerb mit anderen Standorten eins nicht zeigen konnten was wir in diesen Industrien zeigen können nämlich beste Innovationskraft und Know-how.

00:09:58: das haben sie auch.

00:09:59: aber da ist sozusagen der Anteil der den man da reinstecken kann eben nicht so groß.

00:10:04: Das heißt dieses Netzwerk ist nicht einfach nur ein Zulieferverhältnis sondern sind sozusagen das was organisch sich entwickelt hat aus diesem Erfolg.

00:10:16: Und deshalb ist das natürlich einmal eine logische Zulieferung zur Entmontage, ich mache es jetzt mal einfach so.

00:10:22: ganz einfach, ist dass natürlich nicht... Da gibt es ganz viel in der Metallindustrie die da natürlich hinein liefern zumindestens auch in den alten Antriebsstrangen und jetzt in den neuen.

00:10:34: Muss man sehen, das geht von der Papierindustrie.

00:10:37: Man glaubt nicht.

00:10:37: aber es ist auch sozusagen Hochleistungspapier im Auto.

00:10:41: Es sind natürlich Kunststoffe.

00:10:43: Alles was man da erlebt Das sind natürlich Top-Kunststoffe Das wären ja irgendwelche billig Produkte Das ist Glas Das ist Keramik Also alles was jetzt in unserer Organisationsbereiche Und es ist Chemie Wie dann nochmal davor liegt.

00:10:57: Und ich will mal so sagen wenn wir ein hartes Szenario was sich nicht ankündigen Es ist wirklich so, dass die Autoindustrie tatsächlich in Trouble kommt.

00:11:08: In den Großgrößeren.

00:11:09: Dann schlägt das durch bis in die Chemie weil du die Kapazitäten einfach nicht brauchst und weil eins wegfällt, was wir da machen zum Beispiel diese Hochleistungskunststoffe.

00:11:20: Das sind eben keine billigen Kunststoffe.

00:11:22: d.h.,

00:11:22: wenn es in die Oberklasse geht, wenn man da einsteigt in die neue Oberklappe oder in hochwertige Autos Dann riecht es auch nicht nach Kunststoffen, sondern das ist alles sozusagen mit der Qualität, mit Klebstoffen und alles.

00:11:34: Das ist alles die Chemie da drin!

00:11:35: Es ist alles Hightech oder Chips werden geklebt.

00:11:40: Das heißt ich bin ja hänkelaufsichtsrat.

00:11:42: Die kleben diese ganz feine Strukturen, die natürlich dann auch darin landen.

00:11:47: also ist faszinierend.

00:11:49: aber es kennt kein Mensch außer die der Arbeit.

00:11:52: ein bisschen Ingenieurhaft will ich einräumen Aber das ist fantastisch Das ist ja das, was Daniela sagt.

00:11:58: Natürlich stehen wir jetzt unter wirtschaftlichen Druck aber deswegen die Ingenieure zu beschimpfen oder die Leute zu beschipfen ist völlig absurd.

00:12:06: Das heißt dass es eigentlich der Rohstoff, das ist eigentlich die Chance gegen die anderen, die auch nicht blöd sind, die anderen die auch Nicht schlecht sind und die Anderen die vor allen Dingen hier und dort dampen und unfair sind.

00:12:16: alles drei passiert.

00:12:18: sich ein bisschen zu wehrzusetzen kann man nicht alleine.

00:12:21: dann muss man darauf setzen was wir können Und das passiert im Moment in der Debatte überhaupt nicht und zwar von der Chemie angefangen bis zur Automobilindustrie, es scheint fast schon abbestimmt.

00:12:33: Jeder beklagt den Standorten, die stehen unter Druck, räum ich ein.

00:12:39: Aber wie man das doch ein bisschen heulsusiene da jetzt irgendwie sich zu Lastentretter?

00:12:45: Deswegen sich dahin zu sagen was können wir aus den Stärken machen?

00:12:48: Da wird's immer noch schwierige Themen geben.

00:12:50: Was können wir mit Innovationskraft machen?

00:12:53: Auch der Nachhaltigkeitsdimension anfangen, um das sozusagen zu einer Modernisierung zu führen und nicht nur zur Regulierung.

00:13:01: Da kann man vieles auch anders machen.

00:13:03: aber steckt was drin und es wird überhaupt nicht richtig besprochen sondern es gibt jetzt nur diesen Fokus wie können wir billiger werden weil er Druck groß ist?

00:13:11: Das ist aber nicht die einzige und vor allem ist nicht die richtige Antwort.

00:13:15: Ich würde gerne noch mal zu VW kommen, weil du das ja gerade auch schon angedeutet hast.

00:13:21: Vor allen Dingen das Verhältnis Unternehmensführung als Betriebsrat.

00:13:25: und dann haben wir natürlich hier die spezielle Situationen, dass das Land ja auch noch Anteilseigner ist.

00:13:31: Das ist eine Gemengelage, die für viele Bürgerinnen und Bürger einfach kompliziert ist, weil man gar nicht so richtig weiß... Wer entscheidet da jetzt eigentlich, wie das läuft?

00:13:43: Jetzt ließt man einfach überall nur.

00:13:45: Es gibt einen großen Jobabbau.

00:13:47: Das macht ja bei den Menschen auch Angst.

00:13:49: Vielleicht kannst du da auch nochmal aus deiner Warte sagen, wie du das wahrnimmst.

00:13:55: Also ist sozusagen die Kommunikation besser geworden.

00:13:58: Man hat das Gefühl, es war schon ein bisschen verkämpft zwischenzeitlich, zwischen Betriebsrat und Unternehmensführung.

00:14:03: Ist das besser geworden?

00:14:04: Und glaubst Du dass das dazu führen kann, dass man in den nächsten Monaten zu einer guten Lösung findet?

00:14:11: Ja, ich glaube es ist so.

00:14:13: Von außen betrachtet sieht die Unternehmensführung von Volkswagen sehr kompliziert aus.

00:14:20: aber ich will dazu sagen Volkswagen ist ja mit genau dieser Unternehemsführung, die wir schon seit Jahrzehnten haben erfolgreich gewesen und zwar zu einem riesen international operierenden Konzern geworden.

00:14:36: und weder die Mitbestimmung noch das Land standen den im Wege, sondern wir haben bei dieser Riesenexpansion die da stattgefunden hat erst im europäischen Raum Richtung China Richtung Südamerika Nordamerika überall auf jedem Kontinent so fast.

00:14:56: Hat ja die Mitbestimmung und das Land Niedersachsen das mitgetragen, weil da Konzepte dahinter standen.

00:15:02: Wo wir dann auch davon überzeugt waren dass es genau der richtige Weg ist und Volkswagen zu so einem großen erfolgreichen Unternehmen gemacht hat.

00:15:12: Und jetzt in so einer Krisenzeit, und das merken wir übrigens nicht nur bei Volkswagen sondern ich spreche auch mit ganz vielen Betriebsrats-Kolleginnen und Kollegen aus anderen Unternehmen.

00:15:22: Merken wir dass diese harte Krise in der die Automobilindustrie gerade steckt von den Arbeitgebern genutzt wird um dieses Thema Mitbestimmung und bei uns dann nochmal im Speziellen auch das Thema Landniedersachsen So darzustellen, als wenn das jetzt irgendwie ein Hemmnis ist fürs Unternehmen.

00:15:41: Als wenn das alles noch schwieriger macht und wir sozusagen dem Erfolg des Unternehmens im Wege stehen?

00:15:47: Ich kann nur sagen ja natürlich machts das manchmal schwieriger weil man muss sich ja mit den unterschiedlichen Sichtweisen der sogenannten Stakeholder wie man so sagt auseinandersetzen.

00:16:01: aber In der Vergangenheit sind wir auch durch andere Krisen gestärkt daraus gekommen, weil man eben genau nicht nur einseitig darauf geguckt hat und nur allein Rendite getrieben geschaut hat.

00:16:12: Sondern auch wie schafft man Krisen durchzustehen?

00:16:15: Wie schaffen wir gerade aktuell zusätzlich noch die Transformation zur Elektromobilität?

00:16:21: umzusetzen und das eben auch mit einer hohen Akzeptanz in Vergangenheit der Belegschaft zu Veränderungen, weil das gut austariert war.

00:16:32: Man hat auch Kompromisse gefunden im Moment.

00:16:35: Scheint es aber so als wenn der Vorstand an der einen oder anderen Stelle versucht wirklich die Mitbestimmung unterzuschrubben?

00:16:46: Das fängt schon in Kleinigkeiten an!

00:16:48: Wir hatten immer selbstverständlich eine Eine Zusammenarbeit, wo wir auch wenn wir uns positioniert haben als Arbeitnehmerseite und Veranstaltungen organisiert haben auf dem Werksgelände.

00:17:00: Das ist ein kleines Beispiel immer auch die Möglichkeit Pressevertreter zum Beispiel einzuladen.

00:17:05: das hat das Unternehmen immer akzeptiert.

00:17:07: jetzt am einundzwanzigsten September Als der Aktionstag der IG Metall in der Automobilindustrie war, hat dann der Vorstand sein Hausrecht also Gebrauch gemacht davon und hat uns verboten Presse auf das Werksgelände zu lassen.

00:17:23: Das gab es vorher noch nie!

00:17:25: Und als wir das hinterfragt haben hieß es ja Wir entscheiden wer aufs Werks Gelände kommt und ist jetzt nicht in unserem Interesse dass die Presse aus Gelände kommen.

00:17:35: und dann frage ich mich worum geht's eigentlich?

00:17:36: Weil der Aktionstag hat sehr stark auch die politische Ebene adressiert Und uns wird sogar intern immer wieder gesagt, ja wir müssten ja mithelfen.

00:17:47: Dass auch die Politik Veränderungen vornimmt in Richtung Industrie aber an der Stelle wo was dann machen wollen sie uns dann in die Schranken weisen.

00:17:56: und das sind so kleine Beispiele.

00:17:57: ich könnte noch viele andere nennen Wo wir merken da hat sich etwas in der Zusammenarbeit verändert und dass finde Ich sehr schade weil ich glaube Deutschland, insgesamt nicht nur Volkswagen hat in der Vergangenheit immer davon profitiert.

00:18:11: Dass wir auch als Gewerkschaften, als Betriebsräte immer dafür gesorgt haben dass auch Beiträge der Belegschaft kam im Krisensituation.

00:18:20: Das haben wir ja auch bei Volkswagen im Übrigen in Vierundzwanzig so gemacht.

00:18:24: und im ersten Schritt muss ich ja auch ganz offen sagen gefällt das ja unseren Kolleginnen und Kollegen auch gar nicht.

00:18:31: Und wir sorgen aber dafür, dass es eine Akzeptanz dazu gibt.

00:18:35: Weil wir ja immer auch gesagt haben okay, wir geben etwas, aber dafür bekommen wir auch von der anderen Seite etwas nämlich Beschäftigungssicherung zum Beispiel oder Zukunftsperspektiven.

00:18:46: und dieses geben und nehmen kann man ja auch ganz direkt sagen das wird im Moment extremst infrage gestellt.

00:18:54: Das werden Zusagen zurückgenommen Mit der Begründung die Welt hat sich so extrem verändert.

00:19:01: Wir können dazu nicht mehr stehen, wir können ja auch nichts dafür dass die Rahmenbedingungen andere geworden sind.

00:19:07: und das kann ich einfach überhaupt nicht akzeptieren denn wir zerstören damit ein gefüge im Grunde worauf sich auch Belegschaften verlassen konnten aber genauso gut auch Arbeitgeber verlassen könnten.

00:19:20: und wenn das aufgebrochen wird dann kann ich nur sagen dann schadet das am Ende auch den Unternehmen und der Industrie.

00:19:28: Und da lasse ich nicht nach, auch unseren Vorständen deutlich zu machen dass wir uns das natürlich erst mal überhaupt gar nicht gefallen lassen.

00:19:36: und zweitens, dass es nur kontraproduktiv ist weil wir sollten eher um die Inhalte ringen, weil das ist ja schon schwer genug was wir brauchen damit Volkswagen oder eben auch andere Industrieunternehmen wieder nach vorne kommen.

00:19:50: Ich würde den Widerspruch nochmal aufgreifen.

00:19:53: Damit wir auch nicht den Eindruck erwecken, das ist jetzt nur ein VW-Thema, das stimmt nämlich nicht, sondern ich kann das überall beobachten dass der Druck der unstreitig da ist.

00:20:03: also dann müssen wir gleich auch noch mal würdigen, dass wir nicht einen Eindruck erwägen die konstruieren, dass der druck ist da und wie Daniela sagte in vergangener zeit auch zwei achter neuner kriese und so weiter es war ja auch alles nicht einfach haben wir dann von Anfang an gesagt, wir müssen gucken wie wir das jetzt machen und wir haben eine Prioritätenliste gehabt.

00:20:24: Wir wollen unsere Leute halten also auch die Unternehmen und da müssen mal gucken was machen wir für weitere oder was können wir für weitergeleisten?

00:20:32: Und dann sind wir da durch gegangen und es hat häufig auch Arbeitsplätze gekostet ist ja nicht so als wenn das alles Pfanngeschichten gewesen sind oder irgendwie keiner betroffen war.

00:20:43: Sondern das hat zum Teil Arbeitsplätze gekostet, es hat Lohn gekostete.

00:20:46: Es hat Flexibilisierung und so weiter also Investitionen nicht.

00:20:50: das mal der Beschäftigten in ihrer eigene Zukunft war wieder in.

00:20:53: jeder sagte mindestens die Chance die berechtigte Und wenn man mich völlig illusionäre Chance auf eine bessere Zukunft.

00:21:02: auch etwas was da wachsen kann War da immer drin.

00:21:05: manchmal haben wir Sachen gemacht wo wir wirklich getauscht haben ältere beschäftige gegen Ausbildung Also quasi jungen gegen Altgenerationen und so weiter, also wir haben ganz viel gemacht die Metall auch.

00:21:16: Und das wird jetzt alles ein bisschen bei Seite geschoben als hätten wir gar keine Erfahrung damit.

00:21:22: Und jetzt gibt es nur Regime und das können wir an vielen Unternehmen sehen auch an Unternehmen mit großen Namen also so ähnlich wie VW oder F beispielsweise wo unter dem Druck der Ereignisse quasi Projektregime entsteht, zwanzig Projekte gleichzeitig auch miteinander nichts zu tun haben.

00:21:41: Also werden so Säulen geschaffen und die kommen alle gleichzeitig an den Markt wo auch kein Betriebsrat der Welt das überhaupt noch händeln kann... ...und aber auch gar keine Einladung dazu.

00:21:50: wirklich es wird irgendwie schon versucht das mal sozial abzufedern.. Aber dieser Zukunftsteil da drin ist nicht erkennbar.

00:21:58: ich will das ganz konkret machen.

00:21:59: damit wie gesagt wir haben ja auch konkret über VW geredet.

00:22:02: Wir haben vor fünfzwanzig Jahren jetzt selbst gemacht oder vor zwanzzig Jahren Haben wir eine Frage wie folgt beantwortet.

00:22:09: Es gab den Ziel der BRSF, ein Shared Service Center ich meine in Tschechien oder in Rumänien weiß ich nicht mehr jedenfalls außerhalb von Deutschland aufzubauen.

00:22:19: Wir haben damals einen Arbeitsdirektor besprochen, wir bringen das Ganze nach Berlin.

00:22:24: Warum?

00:22:24: Weil in Ostberlinen der Osttarifvertrag, der war schon mal niedriger als am Stammsitz und dann haben wir noch einen Sondertarifvertag.

00:22:32: nicht lustig für ne Gewerkschaft.

00:22:34: Wir waren unter der Fläche.

00:22:37: Das waren natürlich neue Leute, das waren ja nicht die, die da hingegangen und für die Leute war es auch erstmal ein Angebot.

00:22:44: Es sind junge in Berliner Zähne, Ankaufleute

00:22:48: usw.,

00:22:48: die da Finance und HR Services gemacht haben.

00:22:51: also für die jungen Leute war das interessant.

00:22:54: für den Schiff, sagen wir mal an guter Beschäftigung kann man das kritisieren.

00:22:58: aber wir haben das von sechzehn Leuten am Anfang auf dreieinhalb tausend gebracht und dreieinhalbtausend Leute im Shared Service Center in Berlin.

00:23:07: Dann hat der Vorstand der BASF entdeckt, das ist ja nun wirklich nicht so schwer, dass es in Indien noch billiger ist als in Berlin, die hätte ich nur gleich sagen können und hat sozusagen ein Projekt gestartet und die Kommunikation war super kurz und keine Einladung und haben gesagt zweitausend davon gehen jetzt nach Indien, zwei tausend von dreieinhalbtausenden.

00:23:31: Ich sag mal, die Antwort-Zeit war eigentlich gleich null.

00:23:36: Und es gab dann das Angebot andere dahin zu schicken.

00:23:39: Den hab ich gesagt halte der mich für praktizierend dusselig oder nur so tendenziell?

00:23:45: Ich schick doch jetzt nicht nachdem ihr das Modell zerstört habt den nächsten zweitausenden möglicherweise da hin also natürlich wieder in dieser Shift sondern wir haben einen Tarifvertrag gekündigt weil wir gesagt haben dass Modell ist offensichtlich zu Ende Schade!

00:24:00: Das heißt es wird alles genutzt auch das, was man unter einem gewissen Annahme mal geschaffen hat.

00:24:06: Dass es nicht für ewig gilt.

00:24:08: aber dann redet man doch miteinander und sagt pass auf wir müssen mal über die Kondition drehen oder das Modell kommt jetzt an seine Grenze irgendwas.

00:24:18: Aber alles ist ja das was Daniel alles was geht rechtlich Oder was in irgendeiner Weise keine zwingende Notwendigkeit zur Erörterung hat wird halt auch nicht wirklich erörtert.

00:24:31: Und das ist der Unterschied zuvorher.

00:24:32: Wir haben ja nicht VW-Modelle, aber wir kennen die Montanen mit, schon wäre undenkbar gewesen... dass irgendetwas auf dem Weg was nicht besprochen wird.

00:24:40: Das heißt auch nicht, dass es da alles so...

00:24:42: d.h.,

00:24:43: es hat sich etwas verändert in der Bereitschaft derer, die diese Initiativen starten?

00:24:48: Ich will das gar nicht in allen Projekten kritisieren.

00:24:51: Kann ich auch gar nicht!

00:24:53: Weil wie gesagt, es wird gar nicht wirklich tiefergehend darüber gesprochen und dann wird der Betriebsrat sozusagen Abwicklung eigentlich völlig überfordert, also das geht gar nicht alles gleichzeitig und am Ende bleiben Kopfzahlen über.

00:25:11: Und neben den Folgen die das hat ist es natürlich eine Vertrauenszerstörung in der Belegschaft, die sagen, was ist denn das jetzt hier?

00:25:19: Da stimmt doch etwas nicht!

00:25:20: Also dieser Teil wird völlig unterschätzt, den man quasi an Vertrauen, die nicht greifbar und sichtbar ist wo das Gesamtsystem sagt, insgesamt ist das hier fair Und das kippt auf so eine Seite unter dem Motto, hier ist jetzt jeder seines eigenes Glück geschmied.

00:25:36: Das ist so unsinnig und zerstörerisch.

00:25:39: Und das zwingt uns!

00:25:42: Die Frage aufzuwerfen sind unsere Instrumente die ja darauf ausgerichtet sind all das zu können.

00:25:50: Sind es die richtigen?

00:25:52: Sind wir auf diese neue Zeit wenn sie dauerhaft wäre und nicht nur Krisenaufregung... ...sind wir gut gewappnet?

00:25:59: da auch und das diskutieren wir auch

00:26:01: Und das ist nicht auch widersprüchlich, wenn es Vorstände oder Unternehmensführungen sagen.

00:26:05: Wir wollen eigentlich das Know-how her ausschöpfen.

00:26:08: wir wollen Transformation und man auf der anderen Seite sagt aber mit weniger Mitbestimmung und eigentlich wollen die Leute gar nicht mitnehmen?

00:26:15: Ich bin bei der Mitbestimmung.

00:26:16: ich bin auch bei dem Signal an die Leute so ein bisschen im Kleinen sowie in der Bundesregion Die beschiffen diesmal nicht so ganz so trivial ist es nicht Aber tendenziell sagen sie ihnen Ja gut das ist jetzt eben so

00:26:28: Kann ich total bestätigen, weil also wir merken das.

00:26:32: Wir haben in Vergangenheit immer in anderen Krisen als Belegschaft den Eindruck gehabt da sind Vorstände die uns sagen es ist eine schwere Zeit Das und das sind die Einflüsse.

00:26:42: aber wir schaffen dass wir schaffen das gemeinsam Und wir sorgen dafür dass unsere Standorte hier auch ne Zukunft haben.

00:26:50: jetzt ist Es so dass uns Die Welt erklärt wird die Auch Schwierig Ist betone Ich auch.

00:26:55: Das ist so, auch ein Vorstand kann nichts dafür.

00:26:58: Dass Trump Zölle erlässt oder dass die chinesischen Hersteller so eine riesen Überkapazitäten haben und die jetzt in die europäischen Märkte rein drängen das sind ja alles Einflüsse in der Tat.

00:27:11: oder jetzt der Iran Krieg da kein Vorstand nichts dafür.

00:27:14: aber die Frage ist wie geht man dann damit um?

00:27:17: Und in vierundzwanzig war es dann so, dass der Vorstand entschieden hat nach dreißig Jahren die Beschäftigungssicherung zu kündigen.

00:27:24: So und das ist seitdem so ein einschneides Erlebnis gewesen.

00:27:28: und jetzt wiederholt sich das Thema, dass eben Dinge nicht eingehalten werden sodass auch uns die Belegschaft zurückspiegelt, dass sie sagen wir erkennen nicht, dass diese Vorstände überhaupt gewillt sind mit der Belegenschaft gemeinsam diesen Weg zu gehen, dass das am Ende Abstriche bringt.

00:27:46: uns bewusst, dass wir auch einen Personalabbau zu stemmen haben.

00:27:50: Wir haben thirty-fünftausend Arbeitsplätze in vierundzwanzig definiert die entfallen werden bis zwanzigdreißig.

00:27:59: das eine Riesensumme.

00:28:00: alleine bei Volkswagen und im Konzern sind es über fünfzig tausend in Deutschland.

00:28:07: so und das haben ja alles sozial verträglich geschafft oder schaffen ist gerade.

00:28:12: Aber wenn jetzt der Vorstand noch einen größeren Personalabbau vorhat und es redet ja, der Vorstand von weiteren fünfzigtausend zwar international.

00:28:21: Aber die Hälfte davon sollen auf Deutschland entfallen?

00:28:24: Dann kann ich nur deutlich sagen damit würde sich der Vorstand davon verabschieden, diesen Personalabbau sozialverträglich zu gestalten.

00:28:33: Weil ohne betriebsbedingte Kündigung würde das an vielen Stellen überhaupt gar nicht funktionieren und das kann ja nicht die Art und Weise jetzt sein wie man mit der Belegschaft bei uns umgeht.

00:28:45: also insofern kann ich das nur teilen was Michael da gerade gesagt hat Und da müssen wir jetzt auch als Igel-Meteil wirklich hart kämpfen.

00:28:57: Das steht uns jetzt bevor, weil die Pläne durchgezogen werden sollen und ich bin auch davon überzeugt – das wäre vielleicht auch gleich eine Überleitung zu den politischen Themen -, weil die Welt so schwierig geworden ist.

00:29:11: Wir schon sagen es gibt natürlich Entscheidungen intern im Unternehmen Wir vielleicht anders getroffen hätten, kann man ja immer von der Seitenlinie gut beurteilen als Betriebsrat.

00:29:23: Aber es gibt eben auch handfeste Themen von Außenfaktoren die wir einfach gar nicht ausgleichen können.

00:29:31: also das funktioniert nicht und deswegen brauchen wir eben von politischer Seite andere Rahmenbedingungen in unserer Industrie sonst geht das hier den Bach runter.

00:29:41: Vielleicht, bevor wir sozusagen zu den politischen Maßnahmen kommen würde ich nochmal auf die Gemengelage kommen weil wir auch noch mal auf Europa gucken wollen vielleicht auch auf China oder wie du gerade eben schon meintest Indien.

00:29:51: Eigentlich klingt es ja so bei den Unternehmensführungen fast wie ein Turnaround dass man vorher gesagt hat eigentlich machen was zusammen mit Betriebsrat und irgendwie ist ja irgendwas erodiert.

00:30:01: anscheinend und das ist nicht nur bei VW so sondern anscheint in eurem Branchen dass es da irgendwie eine andere Kommunikation anscheinen gibt.

00:30:09: haben wir glaube ich besprochen.

00:30:11: Ich glaube, es geht schon noch ein bisschen tiefer und dann jeder das gerade angedeutet.

00:30:16: Wenn man jetzt mal auf die realen Probleme, die man sehen und messen kann eingeht, dann ist es schon so dass Europa als Absatzmarkt- und als Produktionsstandort mit neuen Bedingungen konfrontiert sind.

00:30:29: Die gab's vorher nicht.

00:30:30: also insofern klingt ja fast schon wie Verständnis für die Vorstände.

00:30:35: Das heißt die Amerikaner glaube ich, brauche ja nicht erklären.

00:30:42: Die benutzen Handelspolitik und ihre Interessenpolitik knallhart und machen damit, sagen wir mal Standortpolitik.

00:30:49: Nicht Chinesen machen drei Dinge.

00:30:51: das eine ist sie sind jetzt soweit dass die technologisch am Ende aber auch von den Kapazitäten her jetzt auch nicht mehr mit eigenem Wachstum und eigenen Konsum alles aufsorgen können.

00:31:00: was sie dann kapazitäten haben wir zum Teil selber aufgebaut.

00:31:03: also kommen die und das machen Sie dann drittens noch mit Dumping und mit sehr strategischer Policy.

00:31:10: Das, was hier ankommt ist dann ganz spezifisch entweder subventioniert oder von mir aus CO² frei gemacht.

00:31:16: Also alle Vorteile die man braucht werden also sozusagen geplant hier reingebracht.

00:31:21: So das ist schon neu weil wir vorher ein Modell hatten da konnten wir gut mit leben.

00:31:26: Wir hatten halt diese Qualitätsarbeit, diese Innovationsorientierung und dann haben wir es zu euch in die Welt verkauft Und deswegen konnte auch das Wachstum in der Welt, hat uns nicht so berührt.

00:31:37: Also wenn wir jetzt zugestimmt haben habe ich ja auch im anderen Kontinenten ein Werk zu bauen.

00:31:43: dann war das Wächstum und es war nicht wachstums gegen Deutschland.

00:31:47: So und deswegen musste man eben auch sagen okay das ist eine gute Sache.

00:31:52: Jetzt passiert folgendes Europa aber auch sozusagen europäische Standort hat schon auch Probleme.

00:31:59: und jetzt kommt mein eigentlicher Vorwurf das bestreitet auch niemand, dass wir da ein paar Themen haben die sind nicht lustig.

00:32:06: Das ist ein alternder Kontinent, da müssen wir mal gucken wie kann man das?

00:32:09: Die Produkte und so weiter.

00:32:12: Aber die Vorstände kämpfen nicht um Europa Und ich erwarte sowas wie eine Heimat treue.

00:32:18: es klingt ein bisschen romantisch aber in allen Regionen der welt ist mir etwas begegnet.

00:32:24: Die amerikaner investieren auch in der ganzen Welt aber wenn sie jetzt die USA ignorieren würden dann kriegen die von ihrem jetzigen Präsidenten von jedem Aber den Hintern folgen.

00:32:34: Die Südkorea-Hana kämen gar nicht auf die Idee ihrer eigenen Interessen zu formulieren, die Japaner sowieso nicht, die Chinesen werden gar nicht gefragt.

00:32:44: Also überall auf der Welt ist bis zum Gewissen gerade quasi es verpflichtend dass man auch um seinen Heimatstand kämpft selbst in Europa übrigens nur hier weil wir gewohnt sind dass wir quasi von den anderen leben und das irgendwie für uns ein bisschen Opportunismus.

00:33:02: Ich will nicht nur bei den Vorständen abgeben so, jetzt beginnt so ein taktischer Opportunismus also es ist da ein bisschen besser als hier und dann ein bisschen bessere und dann wird er so weggewiftet.

00:33:12: deswegen ist ein Teil der Debatte real und einen Teil empfinde ich so dass die Vorstände die Zeit nutzen wollen.

00:33:21: Zeit nutzen wollten jetzt einmal dadurch die Kapazitäten radikal nicht um den notwendigen Faktor sondern mehr anzupassen, damit man in anderen Regionen wo man vermutet dass es leichter ist oder besser geht sozusagen allein zu wachsen.

00:33:37: und das werfe ich Ihnen vor.

00:33:38: Nicht dass es irgendwie auch Kapazitätsanpassungen gibt.

00:33:41: Ich chemie zum Beispiel habe ich ja schon eingeräumt hab ich nur die Ordnung bei der Kapazität Anpassung gefordert aber das ist mir zu anspruchslos.

00:33:50: und am Ende ich habe das hier mal so genannt das regte immer auf zu unpatriotisch und das für den Gewerkschafter sagt sich das ja fucking.

00:33:57: Aber tatsächlich ist sowas wie die heimische Verantwortung für die eigenen Beschäftigten, die das den Groß gemacht haben.

00:34:05: Die die Internationalität ermöglicht haben.

00:34:07: Das ist zwar lange her aber es ist auch heute noch so und das ist wirklich nicht anständig.

00:34:14: Ja da müsste man ja eigentlich meinen, der müsste ja zumindest Politikverordnung übernehmen hier für die Wirtschaft in Deutschland.

00:34:23: was erwartest du denn von?

00:34:24: der Politik.

00:34:25: Wir haben ja schon ein paar Sachen angesprochen, Förderung von Elektromobilität aber es gibt ja noch ganz viele andere Stellschrauben.

00:34:30: Wir bleiben jetzt erst mal in Deutschland und wir können auch gleich nochmal nach Europa gucken weltweit.

00:34:34: Aber vielleicht erstmal im Bezug auf Deutschland?

00:34:36: Ja also in Bezug Auf Deutschland erwarte ich zum Beispiel an erster Stelle dass sich die Parteien die in der Bundesregierung sind erstmal zu diesem Thema auch zusammen raufen weil Ich habe ja schon den Eindruck, egal wer sich da jetzt gerade irgendwie äußert.

00:34:54: Da gibt es halt keine einheitliche Meinung und alleine in der Analyse zu sehen wo wir stehen und Michael hat alle Themen jetzt gerade benannt wie der Markt hier in Europa unter Druck steht.

00:35:08: Erst mal überhaupt dieses Bewusstsein auch zu haben was da eigentlich für Deutschland dran hängt Und wir haben es hier ausgeführt, diese ganze Wertschöpfungskette.

00:35:18: Ich hab manchmal auch auf politischer Ebene den Eindruck wenn ich da komme mit den Themen dann werde ich irgendwie so in eine Ecke gestellt zu ja ist klar bei Volkswagen wird jetzt Krise und jetzt wird gejammert.

00:35:35: Aber die Tragweite die wir schon beleuchtet haben habe ich nicht den Eindruck dass das auf politisch Bundesebene allen klar ist, was das bedeutet wenn wir weiterhin diesen riesen Kahlschlag an Arbeitsplatzverlust haben.

00:35:52: Also die Kaufkraft, die ja auch dahinter steckt.

00:35:57: Das merken wir ja auch, dass jetzt wir so aus einer Phase auch gerade kommen.

00:36:01: Jetzt wurde ja grad zu leichter Wirtschaftsaufschwung prognostiziert aber die Leute halten im Moment ihr Geld extremst zusammen und das heißt also alleine das erwarte ich von der Bundesregierung, dass denen das klar ist was es heisst wenn da nicht gegen gearbeitet wird?

00:36:18: Dass das hier für den ganzen Standort Deutschland für die Gesellschaft auch immense Auswirkungen hat und dass sie mit einer Sprache sprechen müssen, wenn Sie dann wiederum in Europa auftreten.

00:36:30: Weil wenn man eben nicht mit einer Sprache spricht und sich nicht einignt und dann womöglich sich sogar bei wichtigen Entscheidungen enthalten muss weil man nicht zu einer gemeinsamen Positionierung gekommen ist Dann frage ich mich wirklich, was für eine Verantwortung steht da eigentlich dahinter?

00:36:46: Und das finde ich einfach auch aus Arbeitnehmer Sicht einfach inakzeptabel.

00:36:52: Das zweite ist, dass sich gerade ein Vorwurf aussprechen muss, dass an den falschen Themen der Rotstift angesetzt wird – weil man denkt, der Standort Deutschland ist zu teuer und deswegen müssen soziale Themen günstiger werden in Deutschland, auch für die Arbeitgeber damit der Standort Deutschland wieder attraktiver wird.

00:37:17: Und das ist einfach ein Trugschluss weil wir waren ja in Deutschland schon immer teurer mit unseren Arbeitskosten und man muss eben auch bedenken dass alleine bei Volkswangen das sehr ähnlich in der gesamten Industrie die Arbeitskoste nur fünf zehn Prozent ausmachen der Gesamtkosten im Unternehmen.

00:37:36: Und dann müssen auch solche Themen, die auch ein Standortnachteil sind wie zum Beispiel die hohen Stromkosten, die wir haben, angegangen werden.

00:37:44: Wir setzen uns als IG Metall mit anderen Gewerkschaften schon lange für den Industriestrompreis ein.

00:37:49: und wenn ich mir angucke in Salzgitter

00:37:52: z.B.,

00:37:53: haben wir einen Riesentransformationsprojekt von der Motorenproduktion an die Batteriezellfertigung.

00:37:58: und im Moment scheint es sogar so dass wir die einzigen sind als Volkswagen, die schaffen überhaupt so eine Batteriezellproduktion in Europa aufzubauen und alleine dass man sich dann auch dafür einsetzt dieses Thema dieser Technologie zu fördern.

00:38:16: Auch in der Forschung in den Universitäten Dann natürlich auch in Richtung europäischer Ebene das wir auch nicht uns abhängig machen gerade diesen Zukunftstechnologien dann hauptsächlich wiederum von chinesischen.

00:38:33: Das sind doch auch die Themen, die auch eine Bundesregierung erst mal für sich als Konzept haben muss.

00:38:38: Wie müssen wir diese ganze Wertschöpfungskette, die wir in Deutschland haben, sichern um dann zu überlegen was bringen wir in Europa ein?

00:38:47: Weil klar ist natürlich auch Wir können das nicht isoliert in Deutschland lösen.

00:38:51: Das ist eine europäische Frage.

00:38:53: aber während wir zum Beispiel an diesem Thema Batteriezellfabrik zu bleiben In Kanada bekommen wir als Unternehmen Milliarden Subventionen, die auch nicht zurückgezahlt werden müssen.

00:39:07: Auf europäischer Ebene haben wir jetzt die Möglichkeit von diesem Battery Booster zu profitieren.

00:39:14: Da geht es darum dass wir fünfhundert Millionen, also nicht Milliarden, fünfhundert Millionen einen Kredit bekommen ein zinsloses Darlehen.

00:39:28: Das heißt also, wir zahlen dann keine Zinsen auf dieses Darlehen.

00:39:32: Da steht in keinem Verhältnis zu dem was in anderen Regionen passiert und das ist meine Erwartungshaltung an die Bundesregierung dass sie sich erst mal ein Bild davon machen was um uns herum passiert dass wir dafür sorgen, dass wir in Deutschland und Europa unsere Arbeitsplätze hier halten.

00:39:51: Aber nicht nur unsere Arbeits- plätze das Know how diese Unabhängigkeit Und das erkenne ich leider nicht aus einem Guss Das ist das Problem.

00:39:59: Wir haben immer gute Gespräche auf politischer Ebene.

00:40:02: Es wird uns immer rüber gespiegelt Dass sie auch die Themen erkennen aber es erwächst daraus nichts.

00:40:09: Und das ist das wo ich sage Das muss sich ändern.

00:40:13: Und viele Themen kann auch die Bundesregierung in der Tat auch gar nicht alleine lösen, weil auch so ein Thema das wir ja überschwemmt werden mit chinesischen Produkten im hybriden Bereich liegt auch daran dass die europäische Union nur bei den Elektrofahrzeugen erhöhte Zölle erlassen hat, bei den hybriden Fahrzeugen nicht und damit drängen sie natürlich jetzt auf den Markt.

00:40:35: da frage ich mich was das für eine Logik.

00:40:37: Ich weiß, die vielen Gespräche, die wir dazu geführt haben führen jetzt auch dazu dass diese Elemente angegangen werden.

00:40:44: Aber ich hoffe das jetzt auch Entscheidungen kommen damit wir dann auch sehen, dass daraus wirklich was entsteht und unsere Industrie hier geschützt werden kann weil sonst habe ich einfach das Problem auf der einen Seite Die Thematik, dass es uns nicht gelingen wird diese Krise in der sogenannten Sozialpartnerschaft zu lösen durch diese ganzen Effekte.

00:41:07: Und auf der anderen Seite und das finde ich einfach so schlimm die Menschen verlieren den Glauben in die demokratischen Parteien und das sehen wir in den Wahlen.

00:41:16: und vor allen Dingen müssen wir auch aufpassen, dass der soziale Frieden den auch Gewerkschaften schaffen Dass wenn uns dann vielleicht auch irgendwann nicht mehr geglaubt wird, weil wir vermeintlich Kompromisse schließen die am Ende dann nicht aufgehen.

00:41:31: Weil sich Arbeitgeber nicht daran halten oder weil eben wie er uns abrakern und die Rahmenbedingungen nicht passen Dann wird das auch einmal mehr darf dafür sorgen, dass die Menschen sagen ja okay also den können wir auch nicht mehr glauben.

00:41:43: Also das ist eine große Gefahr für unser ganzes Land und dass die Erwartung an die Bundesregierung, dass sie das erkennen und mit uns gemeinsam – Nicht Fingerpointing alleine will ich auch noch mal sagen!

00:41:54: Wir müssen es gemeinsam angehen und ernsthaft an einen Tisch kommen, nicht

00:41:59: nur

00:42:00: Autogipfel Stahlgipfel und so organisieren wo dann am Ende die Leute motiviert zwar rausgehen Aber wieder nichts passiert, dass diese Zeiten sind vorbei.

00:42:11: Wir wissen jetzt ganz genau was passiert und sehenden Auge ist das so zuzulassen?

00:42:17: Das kann nicht sein.

00:42:18: Dann würde ich tatsächlich nochmal bleiben weil eigentlich ist es doch sehr ernüchternd wenn man eigentlich weiß auch die Bundesregierung kennt ja die Zahlen wie viele Industriearbeitsplätze zum Beispiel pro Monat in Deutschland verloren gehen.

00:42:30: wo hakt es da?

00:42:31: warum hat man das Gefühl dass sie nicht so richtig ins tun kommen?

00:42:34: also ich glaube dass es sozusagen eine programmatische Ratlosigkeit gibt.

00:42:41: Ich will das gerne auseinandernehmen, was das heißt.

00:42:44: Erst mal will ich aufgreifen, niemand erwartet von der Bundesregierung, dass sie zaubern können.

00:42:50: Das ist schon mal... Es ist auch ein Angebot zu sagen wenn ihr nicht selber dummes Zeug erzählt vom morgens bis abends, dass die erkennen ja, dass er kennen, dass arbeitnehmer dies und die Teilzeit, das ist doch völlig absurd!

00:43:03: Es hat doch nichts mit den Themen zu tun.

00:43:06: Kosten zu tun und mit Mittelstand kann alles sein, aber dieses Bild zu produzieren.

00:43:12: Das geht ja jetzt schon monatelang, hat sich jetzt ein bisschen beruhigt, das war doch schrill!

00:43:18: Wie man es schaffen kann als Bundesregierung in dem Jahr, indem wir nur etwas mehr als einem Jahr wirklich jeden zu beleidigen?

00:43:26: Das muss erst mal schaffen, also das ist eine Leistung, also muss wirklich die Mühe geben.

00:43:32: Wirklich unnötig gewesen und es hat genau gar nichts gebracht, außer tatsächlich Frustration ohne Ende.

00:43:38: Und zwar wirklich von alle.

00:43:40: so jetzt mal das Bild dahinter.

00:43:43: wir stehen unter Druck.

00:43:44: wir haben gerade schon gesagt Marktveränderung Konkurrenz Unfaire Praktiken.

00:43:49: wir haben übrigens auch Das wird ja immer so bisschen in die Kredit Kostet es nicht.

00:43:55: Wir haben eine neue Aufgabe in der Verteidigung, übrigens das Thema hilft uns gerade die Beschäftigungen zu sichern.

00:44:00: Da reden wir aber nicht so richtig drüber.

00:44:02: Das soll passieren, aber nicht sichtbar.

00:44:05: also das kostet ja alles irre Geld und das wird auf uns zukommen.

00:44:09: Das heißt die Debatte, die wir führen ist nicht nur eine Frage von Kosten sondern von Verteilung.

00:44:15: wer wird diese Kosten wie bezahlen?

00:44:18: So dann geht eine Bundesregierung an den Staat die sehr unterschiedliche programmatische Bereiche abdeckt.

00:44:24: Also dann wird erstmal ausgeschlossen, wenn nicht belastet werden da weil das angeblich die Leichtungsträger sind.

00:44:29: Das ist jetzt in der Sache.

00:44:32: wie viel Geld dabei raus käme ist eine Sache.

00:44:34: aber das Gefühl dass einige nicht mitmachen müssen ja das ist da.

00:44:39: und dann geht man her und sagt das Problem ist der Sozialstaat.

00:44:42: und so haben das ist ja klar.

00:44:44: es heißt man schiebt das ganze Thema personifiziert auf einer andere Gruppe statt sich herzusetzen ist ja das was du sagst und sagt okay we are in big trouble Und zwar in einem Bereich, da arbeiten zwar nicht mehr so viele wie früher und das sind auch nicht alle.

00:44:59: Aber das ist die Quelle bzw war es die Quellen um den ganzen staatlichen und sonstigen Teil zu finanzieren.

00:45:06: wir haben keine Rohstoffe und die die wir haben wollen wir nicht fördern ausgründen.

00:45:11: Das heißt anders als die Russen und die Kanadien andere die graben natürlich zum teil einfach im Boden.

00:45:17: dann verkaufen sie das weil sie's haben was noch gut ist.

00:45:20: aber so dass haben wir alles nicht.

00:45:22: das heißt wir haben nur das plus jetzt natürlich ein paar neue Bereiche, alles gut.

00:45:26: Aber die Dimension damit haben wir ja begonnen wie dieses industrielle Netz nicht nur in den zwanzig-zweiundzwanzig Prozent BIP Bemessung sondern wie du es beschrieben hast in der Qualitäts-, in dem Qualitäzeugosystem.

00:45:40: das das schafft bedeutet was das bedeutet?

00:45:44: Das nochmal muss die Politik erkennen und eigentlich muss es nicht im Krisengipfel Es muss sozusagen Deutschland Gipfel geben zu sagen so und zwar auch eine Ansage Das erwarte ich vom Kanzler Ansage, die Big Boys da alle zu der meisten Boys zusammen holen und dann auch uns.

00:45:58: also bin dabei.

00:45:59: Also jetzt nicht nur von der Seitenlinie von dem Spruch.

00:46:03: Bin dabei!

00:46:04: Und ich kann da ziemlich gut agieren.

00:46:07: Dann setzen wir uns dahin und tauschen nicht nur sagen mal die Noten aus sondern gehen in einer breiteren Analyse.

00:46:14: Dann kann es aber auch nicht sein dass er nur Wirtschaftswissenschaftler sind, die uns in so einem absurden Markt gedöhnt Dinge erzählen, wo ich sage what the hell erzählt ihr da?

00:46:27: Also lasst sie gehen haben einige gesagt.

00:46:30: Frau Grim.

00:46:32: Ja das hatten wir der Transformation zu tun.

00:46:33: die passen hier nicht mehr hin.

00:46:35: was soll denn kommen?

00:46:37: also was die Dimension nicht?

00:46:39: irgendwas verstehe schon.

00:46:40: aber was soll das sein?

00:46:42: dann wird er immer irgendwie rumklamaukt.

00:46:45: dass haben das was da erzählt wird.

00:46:47: also wir sind in der KI da können wir übrigens auch etwas.

00:46:50: Aber in der ganzen dahinterliegenden Wertschöpfungskette sind die aber in kleineren, zwanzig Jahre voraus.

00:46:55: Oder selbst das was du gesagt hast ihr schafft es jetzt eine Batterieproduktion hier herzuholen?

00:47:01: Warum ist das so schwierig?

00:47:02: Weil die Koreaner natürlich zwanzi Kilometer voraussind.

00:47:05: Jetzt in hundert Kilometern Dimension weil andere Länder natürlich etwas anderes gemacht haben.

00:47:11: Das heißt du kannst das nicht einfach hierher holen.

00:47:14: Das heisst die Frage ist Was soll das sein?

00:47:17: Und dass wir jetzt wie city of London das machen und sagen also neben City of London die ja Industrie gegen Finanzmarkt getauscht haben schaffen.

00:47:25: Wir in Mainland Finanzmarkt in Paderborn ist ein bisschen absurd.

00:47:31: Ja, so.

00:47:32: also das heißt es kann man alles machen aber das reicht nicht.

00:47:36: und das mal als Ansage zur Formulierung Leute wir sind im Big Trouble.

00:47:40: was können wir tun?

00:47:43: Rammbedingungen Bei den förderlichen Dingen die möglicherweise gar kein Geld kosten, sondern nur reden alle über Bürokratie so einfach ist das auch immer nicht.

00:47:52: Aber was kann da sein?

00:47:54: Wo können wir Einigungen erzielen?

00:47:56: Möglicherweise auch mit Leuten, die die letzten zwanzig Jahre uns genervt haben weil sie hinterm Komma irgendwie Themen produziert haben Einsprüche und so weiter, die in die Zeit passen aber nicht mehr jetzt.

00:48:07: also was können wir machen um mit denen zu reden?

00:48:09: wie kann man die Gesellschaft ein?

00:48:10: so sagen Leute Leute Leute.

00:48:12: Wenn ihr da nicht aufpasst, dann könnt ihr auch zum Beispiel was nicht ökologisch modernisieren was gar nicht mehr da ist.

00:48:18: Und diese Grundsatzdebatte Deutschland trifft sich und diskutiert in der ganzen Breite... Was machen wir denn jetzt?

00:48:26: So dann kommt die Finanzierungsdimension.

00:48:28: natürlich ist das nicht einfach aber Wir sind ja AAA als Land.

00:48:34: so zu tun also wenn wir pleite sind und dann nirgendwo ein Ausgang ist Ich meine wenn VW oder sonst ein Unternehmen eine super ratenscharfe Innovation hat, dann gehen sie zur Bank.

00:48:47: Was machen die da?

00:48:48: Schulden!

00:48:49: Warum?

00:48:49: Weil es eine Investition ist.

00:48:51: Warum machen die das was in den Payback kriegen?

00:48:53: also Investition von Konsum Also Ausgaben die wir natürlich verfrühstücken ist doof.

00:48:59: Aber diese Debatte ist ja super ideologisch Superideo... Das steht alles im Koalitionsvertrag und darum blockieren Sie sich auch ständig.

00:49:06: Dann sagen die aber das haben wir hier aufgeschrieben Und das andere, das widerspricht sich übrigens, haben uns auch aufgeschrien und dann beschäftigen sich die ganze Zeit mit der Frage, wie kriegen sie einen eigenen Koalitionsvertrag hin- und hergeschoben.

00:49:16: Und wie ist da drin so wie ein Ehevertrag?

00:49:18: Wie ist da drinnen die Treue?

00:49:20: Aber da drumherum zerfällt alles gerade.

00:49:24: Und diese herausfordert das mein Vorwurf nicht dass die zaubern.

00:49:28: Dann gibt es natürlich in Deutschland, gerade in der Bundes-, auf der Bundesebene Ressortsudständigkeit – Das ist auch so!

00:49:33: Kann man jetzt nicht nur kritisieren, die machen halt ihren Job aber irgendwas von Ansage ist da eben notwendig.

00:49:42: Ich habe gerade ein interessantes Ding abgeschlossen, das will ich ja nicht erzählen im Detail aber ich war eingeladen und war der Vorsitzender einer kleinen Kommission die folgende Frage beantworten soll Ist es möglich unzulässig für die forschende Pharmaindustrie?

00:49:58: Die hier richtig investiert und gute Leute hat also wächst auch?

00:50:04: Kann man da sozusagen Entlastungen bei den jetzigen Kostenmanagement hinkriegen weil sie in Deutschland sind?

00:50:10: Röste Zurückhaltung, weil wir sind ja Muster Schüler des Marktes.

00:50:13: Da ging es um wer hier forscht Wer hier produziert welche Tarifbindung hat also Qualitätsgesicht Riesens Diskussion.

00:50:21: Die Debatte muss man führen.

00:50:22: Es ist eine neue Zeit.

00:50:24: Ich wäre jedenfalls bereit so habe ich dich auferstanden glaube auch dass die Metall bereit ist.

00:50:28: Also jedenfalls das was Christiane gesagt sich dann auch an den Tisch zusammengucken.

00:50:32: wir müssen jetzt nicht nur streiten aber Wenn das gar Nicht Thema Ist Was soll ihn denn da?

00:50:40: Ich würde gerne ... Wir müssen den Leuten transportieren, wofür.

00:50:45: Genau!

00:50:46: Und ansonsten sehe ich das genauso wie du weil wir haben es ja eigentlich in den Betrieben immer wieder bewiesen.

00:50:51: Wir haben ja Zugeständnisse gemacht, ne?

00:50:54: Weil wir immer dachten, dass ist für etwas und im Moment sehen die Leute nicht

00:50:59: Wofür.

00:51:01: Das Problem was wir gerade haben.

00:51:03: Ich würde gerne nochmal den Blick nach Europa werfen, zum einen weil du das auch gerade angesprochen hast.

00:51:08: Also gibt es da eigentlich auch so eine Art Solidarität zwischen den einzelnen Ländern bei dem Betriebsreden?

00:51:14: Dass man sagt okay es läuft vielleicht nicht nur in Deutschland gerade schwierig sondern auch in anderen Ländern.

00:51:18: Vielleicht haben die ja andere Lösungen oder vielleicht haben wir da auch andere Lösung mit den Unternehmungsführungen gefunden.

00:51:25: Gibt's das?

00:51:26: Habt ihr da so einen Austausch?

00:51:27: Ja, wir haben bei uns beim Volksfang schon lange Traditionen der internationalen Zusammenarbeit.

00:51:33: Wir haben schon weit bevor es überhaupt rechtliche Grundlagen gab zum Beispiel in europäischen Konzernbetriebsrats gegründet und wir haben auch ein Weltkonzern Betriebsrat der auch einmal im Jahr in einer großen Konferenz mit dem Vorstand zusammenkommt und ansonsten zwischendurch arbeiten wir sehr eng mit allen internationalen Gewerkschaftskolleginnen und Kollegen zusammen.

00:51:56: Wir haben natürlich in den vielen Ländern nicht so ein Mitbestimmungssystem, wie wir das aus Deutschland herauskennen.

00:52:02: aber es gibt natürlich Gewerksamkeiten die ja auch für die berechtigten Forderungen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer kämpfen in ihren Standorten.

00:52:11: Und da haben wir uns so organisiert, dass wir uns gegenseitig unterstützen.

00:52:17: Wir merken ja das dieser Kostendruck den das Unternehmen in Deutschland macht Den gibt es weltweit überall.

00:52:24: Und dann läuft das jetzt auch so ab, dass wenn dort Tarifverhandlungen zum Beispiel anstehen, dass aus der Konzernzentrale natürlich Anweisungen kommen an das lokale Management was sie tun dürfen und was eben gerade nicht.

00:52:39: Die Ansagen sind ganz klar Personalreduzierung und Kosten einsparen bei den Arbeitskosten.

00:52:47: Dann gibt's Ansagen Nullrunden zu machen usw.

00:52:51: Und da können wir gar nicht anders als solidarisch zusammenstehen und auch zu unterstützen, auch aus der Wolfsburger Zentrale heraus mit Gesprächen.

00:53:02: Dass wenn eben Eskalation vor Ort stattfinden sie nicht weiterkommen Wir uns mit einmischen.

00:53:08: zum Beispiel Ein Thema war ja sehr prominent auch bei Volkswagen das Jahr jahrzehntelang Das Werk in Chattanooga es nicht geschafft hatte, sich gewerkschaftlich zu organisieren in den USA.

00:53:21: Und wir haben das gemeinschaftlich geschafft.

00:53:23: Wir haben uns an die Seite der Kolleginnen und Kollegen vor Ort gestellt, wir haben mit unterstützt dass erst mal überhaupt der Arbeitgeber sich zurückhält weil wir haben sogar im Konzern Situation wo dann auch gegen Gewerkschaftsorganisationen Dinge stattfinden und da haben wir natürlich gesagt ist es können wir nicht akzeptieren.

00:53:46: wenn ihr das so weiter betreibt dann hat das auch Auswirkungen darauf wie wir uns hier in Deutschland Verhalten, weil das können wir nicht zulassen.

00:53:53: und genau da setzen wir auch weiter an.

00:53:55: Wir haben jetzt zum Beispiel auch organisiert dass der Konzernvorstand den internationalen Gewerkschaftskolleginnen und Kollegen erklären muss, und zwar nicht nur wir immer in welcher Situation wir sind.

00:54:09: Und was denn die Pläne des Vorstands sind?

00:54:12: Und alleine das, dass überhaupt eine Transparenz hergestellt wird erstmal, dass Erklärungen kommen und dann eben wir gemeinschaftlich überlegen wie gehen wir damit um und versuchen natürlich... ganz klar nicht nur an unsere deutschen Standorte zu denken und hier Lösungen zu finden, sondern eben mal im Rahmen der Möglichkeiten die es auch in anderen Ländern gibt.

00:54:32: Da wie gesagt auch mitzuhelfen dass möglichst Härten nicht entstehen weil da wo's eben keine Mitbestimmung so gibt und wo auch keine Tarifverträge mit Beschäftigungssicherungen und so existieren, da zieht ja auch das Unternehmen gnadenlos durch.

00:54:49: Und wir sorgen dann dafür, dass eben überhaupt die Arbeitnehmerseite gehört wird, dass wir doch irgendwie sozialverträgliche Lösungen finden und so weiter.

00:54:58: Wenn das nicht wäre, dann wär da ein Riesenungleichgewicht zwischen den Deutschen und den internationalen Standorten.

00:55:05: Das müssen wir jetzt noch stärker denn je machen weil man muss ja auch dazu wissen natürlich wissen die Kolleginnen und Kollegen, an ihren Standorten viel geringer sind als in Deutschland.

00:55:19: Und da muss man natürlich auch aufpassen, dass wir nicht untereinander ausgespielt werden.

00:55:24: und das kann man nur erzeugen wenn man regelmäßigen Kontakt austauscht hat und auch Vertrauen hat, dass man eben nicht nur einseitig auf sich selbst hier in der Zentrale guckt sondern eben auch das im Blick hat was international passiert.

00:55:40: Da haben wir in den letzten Jahren auch immer wieder bewiesen, dass wir da auch Erfolge erreichen konnten.

00:55:44: Aber wir merken das die Zeiten natürlich insgesamt immer schwieriger werden und wir bestimmte Dinge auch nicht mehr halten können als Beispiel.

00:55:55: Natürlich möchten gerne alle weil sie merken, dass die Mitbestimmung bei Volkswagen oder andere ist auch gerne im Konzern bleiben.

00:56:01: aber der Vorstand schaut sich jetzt zum Beispiel auch genau an welche Gesellschaften sollen noch zum Kerngeschäft gehören, welche nicht?

00:56:09: Und Überall auch so Situationen, dass dann Verkäufe stattfinden.

00:56:13: Und da haben wir natürlich immer engsten Austausch mit den Arbeitnehmervertretungen dort.

00:56:19: uns gelingt es natürlich nicht durchzusetzen das die dann im Konzern bleiben.

00:56:24: aber was uns schon gelingt ist dann Vereinbarung zu treffen was die Belegschaften anbelangt dass sie eben weiterhin ihre Tarifverträge behalten dürfen, dass es weiterhin eben die Strukturen der Mitbestimmung gibt.

00:56:36: Die wir aufgebaut haben und so weiter.

00:56:38: also und da sehen auch unsere Kolleginnen und Kollegen das ist ein Riesenunterschied macht ob sie da jetzt alleine kämpfen müssten vor Ort oder ob eben die Mitbestimmungen Gänze sich dort einbringt und dafür sorgt, dass eben der Vorstand nicht einfach durchziehen kann.

00:56:55: Das ist ein riesen Thema bei uns im Konzern.

00:56:58: Wie siehst du denn die Rolle von Deutschland gerade in Europa?

00:57:01: Ich würde gerne nochmal bei Europa ein bisschen bleiben, weil ja insbesondere auch diese Strategie Europe-to-Europe also dass man sozusagen guckt.

00:57:07: Man macht nicht nur mit China oder anderen Ländern was sondern wirklich innerhalb von Europa.

00:57:11: Wie ist da die Rolle Deutschlands?

00:57:12: hat sich die geändert?

00:57:14: Also zunächst einmal will ich das unterstreichen bin ja auch Präsidentin Europa.

00:57:17: bei den Industrie Gewerkschaften Da gibt es keine Diskussion die da heißt immer die Deutschen und so weiter einen Gegenteil.

00:57:26: Gerade in den letzten Jahren ist eins deutlich geworden.

00:57:28: Die Blicken sorgen voll nach Deutschland und sagen, wenn die da in Schwierigkeiten kommen, dann kommen wir alle ins Schwierigkeiten.

00:57:34: Also unterschiedlich aber vom Grundsatz.

00:57:36: Zweitens haben wir es geschafft bei Industrial Europe das auch wirklich solidarisch zu halten.

00:57:41: Das ist eine gute Entwicklung.

00:57:44: beim Aktionstag, den er hatte dabei der EGMetall am XXI gab's ja auch ne europäische Variante.

00:57:49: also erst mal das erste.

00:57:51: Zweite ist Ich würde auch sagen, dass die Kommission wird immer gerne wenn wir hier was kritisieren dahingeschoben.

00:57:57: Natürlich gibt es da auch problematische Komplikationen aber die bemühen sich auch in vielen Feldern voranzukommen und manchen sind sie auch dynamisch als Deutschland.

00:58:09: also bei der Frage an welchen Außenhandelsgrenzen man mal Stop sagt?

00:58:14: Da ist Deutschland häufig auch gerne VW und BASF, die da natürlich China-Geschäft haben, die dann irgendwie so relativieren.

00:58:23: Haben auch Gründe dafür aber ich sage mal für die nicht ganz einfach eine Linie zu ziehen.

00:58:28: also da bewegt sich fast es ist zu langsam das passt nicht zum Problem aber es passiert was.

00:58:35: Deutschland hat etwas stärker als in den letzten Jahren aber immer noch zu wenig seine eigene Rolle dort wahrgenommen.

00:58:44: wir sind mitten im Herzen Europas die stärkste Wirtschafts Kraft, die sozusagen mit Franzosen und so weiter.

00:58:51: Ich gehe jetzt nicht um Gronn Nationen sondern es geht um die Frage wer hat da welche Firepower?

00:58:55: Und wir haben häufig genug das hat man ja in der Finanzkrise beziehungsweise in der Euro-Krise da gemerkt Wir suchen immer den kleinen Vorteil und wollen mit den großen Themen nichts zu tun haben.

00:59:06: Das geht nicht.

00:59:07: Also wer Leadership ansagt sozusagen im Sinne und dann auch von anderen was verlangt muss natürlich auch etwas bieten Und ich glaube gerade in der Energiepolitik, in der Verteidigungspolitik sowieso.

00:59:21: Aber auch durchaus in der Innovationskooperation und so, dass wir nicht nur in Deutschland gewinnen und das es immer noch besser ist... ...es ist in Europa als irgendwo hin verlagert.

00:59:32: Das muss man natürlich neu ausbalancieren.

00:59:34: also wenn die anderen immer nur verlieren dann hält das natürlich nicht zusammen.

00:59:41: Insgesamt sind durch die Krisen wie wir hatten sieben Die Finanzkrise ist Deutschland immer besser durchgekommen als die anderen.

00:59:54: Wir müssen schon Interesse daran haben, das ein bisschen zu beachten.

00:59:57: Das ist nicht ganz einfach mit unseren Kolleginnen und Kollegen zu diskutieren aber es gehört dazu ohne Europa den Gesamtrahmen und auch die Chancenlieder drinnen stecken schaffen wir das nicht.

01:00:07: also jetzt nur Deutschland oder noch kleiner am besten Bundesland X und Y werden wir nicht schaffen.

01:00:14: So, das heißt diese Analyse muss uns zu mehr aber auch klarer internationalen Kooperation für nichts.

01:00:21: Das ist ganz interessant was ihr da macht international.

01:00:25: man muss dann auch sagen wir mal genau auf dem Niveau diskutieren.

01:00:29: also das kann nicht nur so ein Freundschaftstreffen werden weil das noch nichts führt.

01:00:33: Man muss die Bedingungen eben auch diskutieren und ich will das nochmal aufgreifen.

01:00:37: wenn wir es schaffen würden in der Welt Arbeitsbedingung zu steigern also zu verbessern Dann hilft das unserer Wettbewerbsfähigkeit.

01:00:47: Also wer Wettbewährungsfähigkeitspolitik haben muss, muss eigentlich die Nachhaltigkeinspolizie stärken und nicht einfach nur den Vorteil mitnehmen.

01:00:55: also das glaube ich ein ganz wichtiger Punkt macht es ganze noch größer und komplexer.

01:01:01: aber mir ist nochmal wichtig Es gibt eine alternative Politik und ein alternativen Weg zu dem was wir hier machen.

01:01:08: Der wird nicht alles lösen, der wird nicht traumhafte zustände und paradiesische Zustände schaffen.

01:01:14: Wir werden durch eine schwierige Phase geben aber wir können was?

01:01:18: Wir können mehr als wir gerade tun Und wir sollten uns nicht verheddern in Debatten die Die so wie sie jetzt geführt wird auf jeden fall nichts bringen Auf jeden Fall nicht.

01:01:30: außer das hast du gesagt dass Frust, Perspektivlosigkeit und dass die Leute von einem eher solidarischen Zusammengehörigkeitsblick in so ein Kalkül geraten.

01:01:42: So sagen lohnt sich das jetzt für mich und muss ich das irgendwie hier anders machen?

01:01:45: weil dieses Kalkul da setzen die Populisten an und sagen du ist benachteiligt Du wirst nicht gesehen!

01:01:54: Du hast ganz besonders und die da nehmen sich das Das sind dann mal Migranten und beim nächsten Mal Kapitalisten ist ja beliebig in dem Populismus und darin jetzt zu investieren.

01:02:08: Ernsthaftigkeit, Problembewusstsein die Bereitschaft der ernsthaften Organisationen und Institutionen der Mitbestimmung einzuladen und so sagen ob es im Unternehmen oder politisch ist Das ist eigentlich die Botschaft, so zu sagen wie wir heute auch auf dem Platz gesendet haben gesagt.

01:02:26: Wir sind nicht gegen Reformen, wir finden die Definition von Reformen nämlich Sozialabbau ist Reform, die kritisieren wir und die werden wir nicht annehmen und deswegen ist das eine Einladung heute gewesen.

01:02:37: Hundertfünfundsechzigtausend haben die Bundesregierung eingeladen in den Diskurs zu kommen und wieder an den Tisch und nicht habe ich das ja auch gesagt Nicht einfach mal machen, sondern einfach mal gutmachen.

01:02:49: Genau!

01:02:50: Das ist schon fast ein Schlussworte weil Daniela ich würde das hätte ich gerne auch nochmal auf die Kundgebung heute kommen... ...weil du hast gerade am Anfang ja auch gesagt da hat man eben diese Solidarität gespürt und du hast da ja auch mit ganz vielen Kolleginnen und Kollegen gesprochen.

01:03:04: Was

01:03:04: is denn das was die Leute, die Kolleginnen jetzt wollen?

01:03:08: Was sie sagen Ich gehe auf die Straße für was, was ist sozusagen das?

01:03:13: Was die Kolleginnen und Kollegen am dringendsten jetzt wollen.

01:03:16: Wollen Sie dass die Reformpakete kommen?

01:03:20: Also meiner Sicht wollen die Menschen eine Zukunftsperspektive haben.

01:03:23: Die wollen sehen, dass da Licht am Tunnel sozusagen ist.

01:03:27: und das wenn wir hier irgendwo ein Kraftakt machen, eine Kraftanstrengung machen und sagen jeder muss sich daran beteiligen dann muss es erstmal auch gerecht zugehen.

01:03:37: Das wollen auch die Leute sehen, das eben nicht nur einseitig irgendwelche Menschen hier in diesem Land belastet werden sondern das alle mitmachen und dann wollen sie aber auch wissen wofür man das.

01:03:50: Also, dass wir aufhören auch alles schlecht zu reden weil also die Menschen sind ja auch wirklich satt muss man einfach so sagen.

01:03:59: ich rede ja mit ganz vielen Kolleginnen und Kollegen jeden Tag.

01:04:02: Und diese ganzen negativen Nachrichten, die eigentlich von überall her kommen.

01:04:07: Ob es die Kriege sind?

01:04:09: Ob wieder dann eben was wirtschaftspolitisch los ist?

01:04:12: Dann das eigene direkte Empfinden weiß ich noch, ob ich ein paar Jahre meinen Arbeitsplatz überhaupt habe.

01:04:19: Wie kann ich meiner Familie irgendwie eine vernünftige Grundlage bieten?

01:04:23: oder auch die Menschen, die sich wirklich tagtäglich abrakern in systemrelevanten Themen in diesem Land und den Eindruck haben, dass sie gar nicht gesehen werden.

01:04:33: Dass Arbeitsverdichtung passiert, dass Sie gar nicht wissen wie Sie Ihre Arbeit irgendwie schaffen sollen usw.

01:04:40: Sie wollen einfach Wertschätzung haben also nicht beschimpft werden sondern gesehen werden für das was Sie leisten.

01:04:47: und dann wollen Sie aber auch das ernsthaft nicht die Probleme verschwiegen werden, weil das erlebe ich auch.

01:04:54: Die Leute sehen ja welche Probleme wir haben – auch bei uns!

01:04:57: Auch bei Volksfangs sehen die Kolleginnen und Kollegen, dass sich die Rahmenbedingungen verändert haben.

01:05:03: Sie wollen auch eine Ehrlichkeit, sie wollen auch, dass wir genauso aussprechen aber auch die Arbeit geben war, dass in einer schwierigen Lage sind.

01:05:10: Aber dann wollen sie das Gefühl haben... Wir wollen das auch gemeinsam irgendwie angehen und haben Ziel vor Augen, dass es am Ende besser wird.

01:05:18: Das ist das!

01:05:19: Es hört sich natürlich einfach an aber es ist nicht einfach weil mir ja auch bewusst ist, dass wir eine Riesenkomplexität von gleichzeitigen Dingen haben die wir wahrscheinlich so in der Extremität in der Vergangenheit nicht hatten.

01:05:34: Aber die Menschen wollen auch, dass es authentische Persönlichkeiten gibt.

01:05:40: Die ehrlich sind und sich Hinstellen und Verantwortung übernehmen und eben auch aufzeigen wie wir das gemeinsam schaffen.

01:05:48: Das ist das was gebraucht wird und dafür setzen wir uns ja im Grunde auch jeden Tag in den Gewerkschaften ein, in den Betrieben ein dass es natürlich für uns auch schwierig ist, weil wir ja jeden Tag eigentlich auch schwierige Themen rüberbringen.

01:06:07: Aber was mich dann wieder auch zuversichtlich stimmt, ist wenn ich so einen Tag habe wie heute wo ich dann sehe Wir rufen die Kolleginnen und Kollegen auf und sie sind dann auch da Und wir stehen zusammen und das ist eigentlich die positive Botschaft, dass die Menschen schon dann auch bereit sind uns zu folgen wenn sie den Eindruck haben.

01:06:29: Wir meinen es ernst und wir kämpfen zusammen!

01:06:34: Ja vielen Dank schönes Schlusswort.

01:06:36: ich bedanke mich ganz herzlich bei dir Daniela.

01:06:39: Ganz herzlichen Dank Michael.

01:06:42: Wir sehen uns beim nächsten Podcast Kompass.

01:06:44: bis dahin tschüss.